Was tun die Mittelständler im Rhein-Main-Gebiet gegen den Fachkräftemangel?

Frankfurt am Main, Foto: ND Strupler, CC-BY (via flickr)
Frankfurt am Main | Foto: ND Strupler, CC-BY (via flickr)

Der Fachkräftemangel wird zur zunehmenden Bedrohung für kleine und mittlere Unternehmen. Auswege bieten erfolgreiche Recruiting-Maßnahmen: Wie gehen die Unternehmen vor? Welche Strategien verfolgen sie? Können sie dem Mangel entgegenwirken?

Worum geht es?

Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern gehören zu den wichtigsten Wirtschaftsmotoren in Deutschland. 99,6 % der 3,7 Millionen deutschen Unternehmen gehören zum Mittelstand und trugen im Jahr 2011 knapp 55% zur gesamten Wirtschaftsleistung der deutschen Unternehmen bei.

Allein im IHK-Bezirk Frankfurt des Rhein-Main-Gebiets sind 99,5% aller Unternehmen Mittelständler. In der Region Frankfurt-Rhein-Main sind 75% aller Arbeitnehmer im Mittelstand beschäftigt.

Auf der anderen Seite stehen die Unternehmen vor dem Problem des immer größer werdenden Fachkräftemangels. Besonders zeigt sich dieser Personalengpass in dem sogenannten MINT-Bereich, also den mathematischen, informations- und naturwissenschaftlichen sowie technischen Berufen. Die Frage ist also, wie Unternehmen den Wettbewerb um geeignetes Fachpersonal angehen.

Dazu stehen ihnen im Zuge des Medienwandels zahlreiche Kanäle, wie beispielsweise Online-Jobportale und soziale Netzwerke, zur Verfügung. Die Auswahl ist groß. Entscheiden sich die Unternehmen beispielsweise dennoch für klassische Printmedien oder innovative Formate?

Wie gehen wir vor?

Um herauszufinden, wie der Mittelstand zu neuen Fachkräften kommt, befragen wir sechs Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet. In persönlichen Gesprächen mit den entsprechenden Verantwortlichen in den Unternehmen erfragen wir unter Anderem, welche Maßnahmen zur Anwerbung bereits ergriffen werden (oder auch verworfen wurden), ob und wie sich der Fachkräftemangel auf das jeweilige Unternehmen auswirkt und wie man plant, in Zukunft mit dem Thema umzugehen.

Zentrale Fragen sind dabei auch: Welche Möglichkeiten und Strategien nutzen sie, um ihre Zielgruppe zu erreichen und welche Erfahrungen machen sie damit?

Was ist das Ziel?

Wir möchten mit unseren Stichproben herausfinden, wie Recruiting im Mittelstand tatsächlich aussieht, wie die Unternehmen vorgehen oder auch künftig vorgehen wollen.

Mittels einer qualitativen Bestandsaufnahme stellen wir Fallbeispiele dar. Dabei werden sich aus den Ergebnissen der Befragungen keine allgemeingültigen Aussagen ableiten lassen, wohl aber Tendenzen und Stimmungsbilder.

Was ist bisher passiert?

Nach umfangreicher Recherche und einem Experten-Gespräch zur Situation des Fachkräftemangels mit der IHK Darmstadt befindet sich nun das Projekt in der Phase der Unternehmensbefragungen.

Auf Grund der knappen zeitlichen Ressourcen mittelständischer Unternehmen vor allem vor der Weihnachtszeit, gestaltet sich die Suche nach interessierten Unternehmen für eine Befragung als schwierig. Bisher ist es uns gelungen ein Interview mit einem Mittelständler durchzuführen. Anfragen an einige weitere Unternehmen blieben bisher unbeantwortet. Ziel ist es dennoch im Januar noch fünf weitere Unternehmen zu befragen.

Wer arbeitet daran?

Die Masterstudenten Stephanie Hill und Tom Neubert 😉

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