Vertrauen durch Achtsamkeit

Das Vertrauen der deutschen Bürger in die Medien schwindet immer mehr. Die Leute sprechen zum einen von der sogenannten staatsgesteuerten „Lügenpresse“, zum anderen finden sie zu viele Fehler in der Berichterstattung, die die Glaubwürdigkeit des Journalismus anzweifeln lassen. Die Medien sind vor allem von der politischen Agenda bestimmt. Deren Taktung jedoch wird immer schneller. Anstatt in Parlamenten lange zu debattieren und abzuwägen, wird die Politik immer reaktiver. Dieser Entwicklung hat sich der Journalismus angepasst. Durch den ständigen Druck passieren jedoch immer mehr Fehler. Die Medien haben keine Zeit mehr, aufwändige Recherchen zu betreiben und sich in jedem Punkt abzusichern – es gilt immer schneller zu sein als die Konkurrenz.
Ein Ansatz, um diesem Trend entgegenzuwirken, ist die sogenannte Achtsamkeit. Diese stammt aus dem Buddhismus und bezieht sich auf die innere Haltung und Ausrichtung des Menschen. Dabei stehen das Nichts-Tun, das Leben im Hier und Jetzt, im Augenblick zu verweilen, ohne über Vergangenheit oder Zukunft nachzudenken, im Vordergrund. Die Welt wahrnehmen, ohne sie sofort zu bewerten und in Schubladen zu sortieren. Anderen Menschen und seiner Umwelt mit Wertschätzung und Respekt begegnen.

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Diese Ideen scheinen auf den ersten Blick nicht mit dem üblichen Journalismus in Zusammenhang zu stehen. Gemeinsamkeiten sind jedoch die Fragen: Welche Folgen hat mein Handeln? Wie gehe ich mit mir selbst und anderen Menschen um? Was traue ich anderen Menschen zu?
Die Medien haben den Anspruch der unabhängigen Berichterstattung. Doch in Wirklichkeit ordnen sie vor allem die Politik unbewusst viel zu sehr ein und streben nach der Eindeutigkeit, anstatt dem Rezipienten zuzutrauen, sich selbst ein Bild zu machen und eine eigene Meinung zu bilden. Viele Unsicherheiten werden einfach verschwiegen anstatt offen dazu zu stehen. Noch dazu sind sich viele Journalisten nicht bewusst, was ihr Handeln für Konsequenzen haben kann und haben so häufig den Ruf von „Aasgeiern“, die sich auf alles Verletzliche stürzen und es vernichten. Dabei wäre es für Journalisten wichtig, wenigstens ab und zu die Perspektive zu wechseln und sich selbst und die eigene Arbeit in einer ruhigen Minute zu hinterfragen.
Wenn Journalisten und Redaktionen mehr beobachten, nicht werten und sich für Berichterstattung Zeit nehmen würden, könnten sie mit Sicherheit qualitativ hochwertigeren Journalismus betreiben und somit das Vertrauen der Konsumenten wieder gewinnen. Doch unter den momentanen Redaktionsbedingungen, die aus hohen Geschwindigkeiten und Personalabbau bestehen, scheint noch nicht möglich zu sein. Vielleicht müssen die Mediengruppen die Krise noch härter spüren, bevor sie endlich handeln und etwas verändern.

 

 

2 Kommentare

  1. Damit Achtsamkeit entstehen kann, ist es nötige Voraussetzung, daß alle Betroffenen geachtet werden. Dies war leider seit mehr als nur einer Generation nicht der Fall. Eine Seite (die feministische) nutzte biologische und zivilisatorische Reflexe aus, die Frauen als hilfsbedürftige Opfer wahrnimmt, der unsere Aufmerksamkeit und Sympathie zu gelten habe, wobei verdrängt wurde, daß biologisch das weibliche Geschlecht dominant ist. So wurde alles verkehrt herum aufgezäumt und jedes Mitgefühl, jede Anteilnahme, Achtung und Respekt vor dem männlichen Geschlecht systematisch zerstört.

    Das Ergebnis: Nur die angreifende radikale Ideologie kam über Generationen hinweg zu Wort. Jegliche Widerlegung wurde systematisch verschwiegen und verächtglich gemacht.

    Zum Thema Feminismus gibt es seit spätestens 1968 keine objektive Berichterstattung mehr. Esther Vilar hatte 1970 für ihr späteren Klassiker zum Thema Absagen fast aller deutschsprachigen Verlage. Wenige Jahre später wurde sie von Feministinnen zusammengeschlagen, bedroht und in Emigration gezwungen. Frau Vilar versuchte, einen Feminismus ohne Männerhaß zu vertreten. Grundlegende Widerlegungen des Feminismus erschienen niemals. Nicht, weil es sie nicht gab, sondern weil sie von Verlagen und Medien ignoriert, abgewiesen und verschwiegen wurden. Wie umfassend solche feministische Zensur funktionierte und weiter besteht, beweisen die Bücher der Reihe “Die beiden Geschlechter” und stellen auch einige der jahrzehntelang unterdrücken Argumente vor. http://www.amazon.de/s/field-keywords=Deichmohle+Geschlechter Schon 1913 wurde massiver Druck feministischer Kreise auf die Presse berichtet, der zu extrem einseitiger Berichterstattung führte. Seitdem hat das radikal zugenommen, und mit der 1968er Welle ein Ausmaß erreicht, in dem objektive Information unmöglich wurde und ganze Generationen manipuliert wurden.

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